OMM Final vom 8. November 2014 in Appenzell
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Höri und Kloten sind Ostschweizer Mannschaftsmeister

Am vergangenen Samstag trafen sich insgesamt 39 Gewehr- und Pistolenmannschaften aus der Ostschweiz im Appenzellerland um die Sieger zu erküren. Wer hier gewinnen wollte, musste nicht nur gut trainiert, sondern auch kälteresistent sein. Es war zwar wettermässig ein prächtiger Tag, aber eben auch sehr kalt. Die Organisatoren - bei den Gewehrschützen war dies der Schützenverein Eggerstanden und bei den Pistolenschützen der PSV Appenzell - haben vorbildliche Leistungen vollbracht, damit faire Wettkämpfe ausgeübt werden konnten. Ziel der Teilnehmer war, als Mannschaft ganz oben zu stehen und dafür musste jeder sein Bestes geben. Das Höchstresultat des Tages erzielten Sven Siegenthaler, Mitglied der Nachwuchsmannschaft der Standschützen Oberwinterhur, und Kurt Sonderegger, FS Oberegg. Die Mannschaft des Erstgenannten durfte sich beim abendlichen Absenden dank der guten Leistungen aller Teammitglieder die Goldmedaille umhängen lassen, für die Oberegger Schützen reichte es für Rang drei. Bei den Pistolenschützen gelang Christian Roost, PS Kloten, mit 195 Punkten das beste Einzelresultat, sein Team errang ebenfalls Gold.

An diesem letzten Wettkampf der Saison musste noch einmal alles gegeben werden. Für manche war das nicht so einfach, hatten sie doch in den letzten Wochen nicht mehr so häufig trainiert. Es lohnte sich aber noch einmal alles zu geben, denn für die Qualifikation an diesen Final hatten sie während des ganzen Sommers schon hart gekämpft. Nur vierzig Mannschaften der insgesamt 322 teilnehmen Teams erhalten jeweils von Sepp Rusch, der alle Auswertungen während des Jahres und auch am Finaltag macht, eine Fahrkarte ans Finale.

Die Pistolenschützen aus Niederwenigen gewinnen klar

Am Vormittag standen der B- und der C-Final der Gewehrschützen, sowie der B-Final der Pistolenschützen auf dem Programm. In der B-Liga konnte sich das achtköpfige Team aus Höri dank 1524 Punkten als Sieger feiern lassen. Zwei Zähler weniger erreichte die SG Haldenstein und mit acht Punkten weniger durften die Feldschützen Oberegg noch aufs Treppchen steigen. Weiter am Finale teilgenommen haben die Uniun da tir Laax-Falera und der SV Embrach-Lufingen, sie gingen preismässig allerdings diesmal leer aus. Den C-Final gewann die Mannschaft der Albula Sportschützen mit 1509 Punkten vor den Kloten-Dietlikon Bettensee Schützen (1500) und dem SV Quarten-Oberterzen mit 1496 Punkten. Drei Punkte haben dem MSV Wiesen fürs Podest gefehlt und auch die Schützen Hallau, die SG Bertschikon, die Societad da tir Castrisch und die SG Leimbach müssen sich im nächsten Jahr wieder von neuem behaupten.

Bei den Pistolenschützen reichten die 942 Punkte des PSV Niederwenigen deutlich um sämtliche Gegner, alles Teams aus dem Kanton St. Gallen, in Schach zu halten. Als zweite durften die Teammitglieder des PSV Ober-Niederbüren (888) und als dritte jene der Sarganser Pistolenschützen (887) aufs Treppchen. Nicht gereicht hat es den Sportschützen St.Gallen-St.Fiden, der SG Au-Widnau und dem PSV Montlingen.

Nachwuchs muss gefördert werden

Der Nachwuchs sowie die besten Gewehr- und Pistolenschützen massen sich nachmittags im Schiesstand und konnten abends im Gemeindesaal von Eggerstanden ein feines Nachtessen geniessen. Anschliessend wurden die begehrten Preise abgegeben. Josef Dürr, Präsident der Ostschweizer Mannschaftsmeisterschaft (OMM) lobte dabei die gute Teilnahme der Aktivschützen, erinnerte aber gleichzeitig daran, dass man sich wieder vermehrt dem Nachwuchs widmen sollte. Die Zahl der Gruppen im Nachwuchswettkampf seien aus ihm unerklärlichen Gründen stark zurückgegangen. „Die OMM ist ein guter Wettkampf, der als Training genutzt werden kann. Und da der Nachwuchs nur drei Vorrunden zu absolvieren hat und diese erst im Juni beginnen, ist sie für die Nachwuchsförderung sehr empfehlenswert", führte Josef Dürr aus.

Bei den Pistolenschützen und beim Nachwuchs umfasst eine Gruppe jeweils fünf Mitglieder. Mit dem Gewehr gelangen dem Nachwuchs der Standschützen Oberwinterthur erneut die besten Resultate, sie erzielten 955 Punkte. Das Team des MSV Oetwil am See wurde mit 933 Punkten zweite, die

Teams des MSV Oetwil am See Tälischützen Arbon-Roggwil mit 906 Punkten dritte. Dem Nachwuchs der SG Mauren-Berg, der SG Balterswil Ifwil und der Militärschützen Bülach gelang es nicht, am Podest zu rütteln.

Bei den jüngsten Pistolenschützen wurde der Wettkampf diesmal sehr spannend. Sämtliche fünf Pistolenschützen, die für St. Gallen-St.Fiden die Vorrunden mit sensationellen Resultaten absolviert hatten, waren an diesem Tag wegen Terminkollisionen abwesend. Betreuer Markus Angehrn musste also sozusagen mit der zweiten Garde anrücken. Er war aber nicht unglücklich darüber, dass so weitere seiner Schützlinge einmal Finalluft schnuppern konnten. Gewonnen hat den Wettkampf die Mannschaft der Stadt Pistolenschützen Frauenfeld mit 858 Punkten vor dem Nachwuchs aus Uster (834) und den Pistolenschützen Hirslanden-Riesbach (823). Die St. Galler gingen mit einer Wettkampferfahrung reicher nach Hause.

Höri vor Gonten und Oberwinterthur

Bei den aktiven Pistolenschützen konnten sich ebenfalls vier Gruppen am Finale messen. Mit 938 Punkten schnappten sich die Klotener Pistolenschützen die Goldmedaille. Die Sarganser mussten sich wegen zehn Punkten weniger auf ihrem Konto mit der Silbermedaille zufrieden geben. Den Pistolenschützen Uster gelang es mit ihren 923 Punkten noch die Bronzene zu sichern, während die Gruppe der Pistolensektion Weinfelden diesmal leer ausging.

Ebenfalls zehn Punkte Vorsprung auf die nächsten Verfolger hat der Sieger des A-Finals mit dem Gewehr, der Schiessverein Höri mit 1550 Punkten. Die acht Mannschaftsmitglieder des SV Höri, der sich mit insgesamt drei Teams für den Finaltag qualifiziert hatte – aber aus terminlichen Gründen nur mit zweien teilnehmen konnte, hielten die Mitkämpfer des Infanterie Schützenvereins Gonten (1540) in Schach. Diese haben aber nach erfolgtem Wettkampf angekündigt, dass sie im kommenden Jahr alles daran setzen werden, wieder zuoberst auf dem Podest zu stehen. Und diese Ankündigung sollte ernst genommen werden, ist doch der Infanterie Schützenverein Gonten der einzige Verein, der sich seit Bestehens der OMM, also seit 16 Jahren, immer in der A-Liga behaupten konnte. Die Standschützen Oberwinterthur vervollständigten das Podest dank ihren 1521 erreichten Punkten. Nicht ganz nach oben hat es den Mannschaften der SG Tell Gams, der SG Regensdorf-Watt und der Standschützen Neumünster gereicht.

Dank guter Vorrunden haben sich die beiden Bündner Vereine, der SV Felsberg und die SG Haldenstein in der Kategorie Gewehr sowie die PS Montlingen und der PSV Niederwenigen eine Liga höher gekämpft. Absteiger von der A- in die B-Liga sind die SG Uster und der SV Illnau-Effretikon, sowie bei den Pistolenschützen die PS Altstätten und die PS Tägerwilen. Es braucht viel Teamgeist, um sich nach oben zu kämpfen, aber auch Ausdauer und viele Trainings, um dort bleiben zu können.

Vollständige Rangliste unter www.omm-info.ch. Beatrice Bollhalder

Hier der Auszug mit den Schützen der SGAW:


Die kompletten beiden Ranglisten als PDF
Rangliste Final B und C Einzel
Rangliste Final B und C Gesamt


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